Deutsche Bank veroeffentlicht Bericht über Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Deutsche Bank hat einen eigenen Bericht zum Thema der Kultur- und Kreativwirtschaft veröffentlicht.

Nachdem Herr Kupetz und Mateo Kries über Inflations- und Rezessionsrisiken oder die Notwendigkeit einer „Reinigungsphase“ der Bereiche Design und der Kreativwirtschaft sprachen, erschien nun eine sehr gute Zusammenfassung der wissenswerten Daten und Fakten über die struktur und den Wachstumskurs der deutschen Kreativwirtschaft veröffentlicht durch die Deutsche Bank. Download

Dies bildet eine sehr gute Ergänzung zu dem von der UN ende 2010 aufgefrischten „Creative Industry Report“.

Grafik aus dem DB Research Bericht

Design ist in diesem Rahmen ein wachsendes und wichtiges Element und einer der wichtigesten Elemente des Innovationsprozesses. Offen bleibt weiterhin die Frage nach der Messbarkeit des erwirtschafteten Nutzens der Kreativwirtschaft. Es ist einfach das Einkommen der Klasse zu messen. Aber welche Wertschöpfung und in welchen Kategorien steht dem Verdienst gegenüber? Und hat sich die Wertschöpfungsfähigkeit durch neue Methoden und stärkere Verzahnung in z.B. Innovationsprozessen verstärkt. Welchen Einfluss hat die Kreativwirtschaft in welcher Phase und in welchem Umfang (10%, 30% , 90%) und mit welchem Risiko?

Die Kreativwirtschaft und hier unter anderem Design wachsen als serviceorientierter Wirtschaftssektor aber die kritischen Töne von Kupetz und Kries seien nicht vergessen, denn wenn nur der Umsatz aber nicht sein Wert transparent, leicht verständlich und zu mindest in kleinen Teilen messbar wird, ist es schwer seinen Wert vor kritischen Positionen zu verteidigen. Das Risiko einer paltzenden Blase wächst und dies vielleicht zu unrecht. Des weiteren hilft eine lange empirische Studien und Argumentationsketten nicht während eines „Elevator Pitch“, wenn weder Beamer und Soundsystem noch Zeit zur Verfügung steht.

Die DB Studie ist ebenso wie die British Design Council Studien sehr gut.  16 Seiten kompriemierte Informationen, die sich schnell gegenüberstellen lassen und auf einer kurzen Reise von A nach B eine Bewertung eines Umfeldes zulassen. Eien gute Hilfe bevor man in eine wilde Diskussion startet. Von mir 4 Sterne und einen grossen Dank.

Aber auch DB steckt im Dilemma den nutzen in absoluten Zahlen darstellbar zu machen. Wenn ich 3 Euro habe und sie anlengen muss, welche Richtung sollte ich wählen, um heute, morgen respektive übermorgen maximalen nutzen zu erzielen? Bei der Kreativwirtschaft hilft oft nur glauben auf Basis einer zugegebenen Fülle an Indizien und steht damit manchmal näher an der Religion als an der Marktwirtschaft.

Designwissenschaft kann hier super ansätzen und seinen Wert vermitteln und bitte in Zahlen und Fakten.

Bildquelle: Deutsche Bank Research

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