Meeresvermüllung bekämpfen – Neue Konzeptstudie

Neue Konzeptstudie, um Müll effizient aus dem Meer zu fischen.

xray_scene_service_marine_debris_robo_trawler_rschneider_1024pxDie Vermüllung der Meere sind ein Thema welches lange Zeit ausserhalb meiner Wahrnehmung statt fand. Im Jahre 2009 wurde ich wie viel andere in Deutschland auf das Thema aufmerksam. Was tun, was kann man ändern?

Alles zu tun damit Müll nicht in die Umwelt gelangt ist die effektivste Lösung, um langfristig Müll in unseren Wasserwegen, im Meer und in unseren Ozeanen zu minimieren. Diese Maßnahmen sind, dank der Medien auch bereits im vollen Gange und werden auch in Zukunft bestand haben.

Vor dem Hintergrund der globalen Konsumentwicklung scheint es mir persönlich aber unwahrscheinlich, dass sich das Problem vollständig beheben lässt, denn ein so altes Problem – selbst Jules Verne schrieb 1870 in „20.000 Meilen unterm Meer“ bereits von Planken und treibenden Schiffsrümpfen in der Saragossa See – kann minimiert aber nicht abgeschafft werden.

Gibt es also eine Lösung, fälschlich in die Weltmeere gelangten Müll herauszufiltern?
Ich habe Quellen gefunden die das bezweifeln. Das Phänomen sei zu aufwendig, ressourcenintensiv und die Frage wie große und kleine Lebensformen vor dem Herausfiltern bewahrt werden sollten ist auch nicht klar.
Neben anderen möglichen technischen Konzepten und lokalen Fokussierungen z.B. Flussmündungen oder Strandbereiche, ist die neue Konzeptstudie mit dem Namen X.Ray ein Entwurf, um effizient und konstant einen positiven Beitrag auf dem offenen Meer zu liefern.
Basierend auf den verfügbaren Daten und unter Durchführung von ressourcen- und kosten-orientierten Iterationen ist eine Lösungsidee entstanden, die effizient auf das systematische durchqueren von großen Meeresflächen ausgelegt worden ist wie es für das Problem der großen fünf sogenannte Garbage Patch Gebieten auf der ganzen Welt
notwendig ist.

Hier ein Ausschnitt in die Präsentation der Arbeit (Geschäftsmodell und Projektplanung sind hier nicht enthalten):

 

Das entstandene Roboter-Trawler-Netz, ist mit einem Frontschutznetz versehen, um für große Lebewesen keine Todesfalle zu sein, während Plankton immer ebenfalls wieder durch die Maschen der Filterkaskade passen. Mikroplastik oder Plankton? Ich habe mich für den Schutz des Planktons und damit auch für den Verbleib von Mikroplastik im Meer entschieden (vielleicht stolper ich in Zukunft über eine wirklich funktionierende Lösung die hier unterschieden kann). Im Bereich des Antriebs werden die Trawler, welche sich langsam durch die Meere bewegen, durch einen modifizierten Wellenantrieb von Liquid Robotics, robust und energieautark angetrieben. So ist ihre sichergestellt, dass sie konstant ihre Bahnen ziehen können. Alle drei Wochen kommt ein Reusenfischer vorbei und wechselt den Bunker aus und überprüft die Technik. Der Trawler bleibt dabei im Wasser.

Da das Konzept auf heute existierende Technologien setzt und in seiner Auslegung bereits an bestehende Infrastruktur z.B. der Fischereiindustrie angelehnt ist, könnte diese Lösung bereits in 5-10 Jahren nach Testphase und Abprüfung zur Nutzung durch Service-Firmen auf der ganzen Welt zur Verfügung stehen.
Das Projekt startet damit in die nächste Phase und begibt sich auf die Suche nach Partnern aus dem Technologie- und Anwendungssektor.

 

GHTime Code(s): nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc nc         
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